Archiv für Juni 2009

Solidarität mit Erfurt ;)

Polizei hält Transpi Solidaritaet mit Erfurt

Bambiland – Autonome rauschen an

Quelle: http://linksunten.indymedia.org/de/node/7879

von meta_rethink_redo_letothersrethink

Das Räumungsvideo von Bambiland ist online. Coloradio das freie Radio in Dresden – IV Bambiland und ActionWeeks. Dazu Fotos von der Räumung. Die Polizeimeldung. Und ein Pressespiegel.

Squatterz

Die performative Aneignung Bambiland, in der Rigaer Str. 22, war am 06.06.2009, um 18:24 geräumt. 40 Menschen wurden von der Freifläche und aus dem Freiraum auf die vollgesperrte Liebig Str. verbracht. Pressevertreterinnen durften den Bereich der „polizeilichen Massnahmen“ nicht mehr betreten und wurden an der Arbeit gehindert. Die Personalien von den in Gewahrsam genommenen wurden überprüft. Ermittlungen wegen Hausfriedensbruch sollen eingeleitet worden sein. Gegen einen Menschen soll wegen Widerstand ermittelt werden. Die Zelte, Transpis und vieles weitere wurde beschlagnahmt.

Die Vorgeschichte: Berlin: Rigaer 22 ist jetzt BAMBILAND

http://de.indymedia.org/2009/06/252593.shtml

Das Räumungsvideo von Bambiland ist auf Archive.org veröffentlicht worden

http://www.archive.org/details/Bambiland-EineRaumkomposition

Dazu gibts einen Radiomittschnitt von Coloradio Dresden mit einem Interview über Bambiland und die ActionWeeks

http://www.archive.org/details/Bericht_Bambiland_und_Actiondays_in_Berli…

Bilder von der Räumung

http://bambiland.blogsport.de/2009/06/07/bewegungschor-4-die-raeumung/

Polizeimeldung

http://bambiland.blogsport.de/2009/06/08/polizeiliche-massnahmen-wegen-o…

Pressespiegel:
Brandstiftungen und Parolen – Autonome starten offenbar ihre Aktionswochen
http://www.morgenpost.de/berlin/article1107997/Autonome_starten_offenbar_ihre_Aktionswochen.html

Autonome im Anmarsch
http://www.tagesspiegel.de/berlin/art270,2818201

Autonome Gruppen wollen zwei Wochen lang protestieren
http://www.berlinonline.de/berliner-zeitung/archiv/.bin/dump.fcgi/2009/0608/berlin/0039/index.html

Scheiben zerstört – Randalierer beschädigen das Haus der Wirtschaft
http://www.morgenpost.de/berlin/article1108585/Randalierer_beschaedigen_das_Haus_der_Wirtschaft.html

Aktionswochen in Berlin – Linke Gruppen kämpfen gegen Gentrifizierung
http://www.berlin-magazin.info/3741.html?&tx_ttnews[tt_news]=7452&tx_ttnews[backPid]=3346&cHash=107a4cc6d1

Besetzen und räumen Linke Actionweek – hält die Polizei auf Trab
http://www.taz.de/regional/berlin/aktuell/artikel/?dig=2009%2F06%2F08%2Fa0121&cHash=0bc05c389b

Und der Rest ist auch nicht von mir! Er ist von schlechten Eltern. Er ist von den Medien!

Berlin

Infos:
Bambiland – http://bambiland.blogsport.de
ActionWeeks – http://actiondays.blogsport.de
Squat-Tempelhof – http://tfa.blogsport.de
Piradio Frequency 95,2 Mhz – http://actiondays.blogsport.de/radio/
Aktionsticker – http://aktionstageticker.so36.net

Bericht vom Bambiland und den ActionWeeks in Berlin im Juni 2009

coloradio

Heute hat ColoRadio, das freie Radio aus Dresden, ein Live-Interview mit einem Beobachter der performativen Aneignung „Bambiland“ geführt. Zum Anhören den Player clicken

oder Archive.org besuchen, hier findest du verschiedene Formate der Sendung zum download.

Aktionswochen in Berlin – Linke Gruppen kämpfen gegen Gentrifizierung

Quelle: http://www.berlin-magazin.info/3741.html?&tx_ttnews[tt_news]=7452&tx_ttnews[backPid]=3346&cHash=107a4cc6d1

Die „action days“ gegen Gentrifizierung haben in Berlin begonnen. In den achtziger Jahren war die Gentrifizierung eher unter dem Begriff der „Yuppisierung“ bekannt.

Die Gentrifizierung von Stadtteilen ist zwanzig Jahre nach der Wende für viele Menschen in Berlin ein Problem. Nach Mitte und Prenzlauer Berg sind inzwischen auch Kreuzberg und Friedrichshain stark davon erfasst.

Das Phänomen der Gentrifizierung ist bekannt und wissenschaftlich erforscht. Es läuft weltweit unter gleichen Mustern ab: Wegen niedriger Mietpreise werden Stadtteile für Studenten, Künstler attraktiv und eine Subkultur bildet sich aus. Die neu zugezogenen werten die Stadtteile kulturell und szenemäßig auf und setzen damit einen in einem ersten Schritt die Stadtteile auf und viele der „alteingessesenen Mieter“ ziehen weg.

Viele der ehemals „armen“ Studenten steigen nach dem Studium ins Berufsleben ein und aus einem ehemals subkulurellen Stadtbezirk wird ein „hipper“ in denen Investoren Wertsteigerungsmöglichkeiten für Immobilien sehen. Die Renovierungen kommen nun nicht mehr den ursprünglichen Bewohnern zu Gute, die sich die teuren Mieten nicht mehr leisten können. Die ursprüngliche Bevölkerungsstruktur und der Charakter der Viertel wandeln sich.

Gegen diese Entwicklungen wollen sich die Initiativen durch Aktionen zur Wehr setzen.

So wurde die Berliner Polizei gestern und in der vergangenen Nacht zu mehreren Vorfällen gerufen, die offenbar politisch motiviert waren.

Im Laufe des Nachmittags hatten sich 40 Personen auf einem umzäunten Gelände in der Rigaer Straße in Friedrichshain niedergelassen, vier Zelte aufgebaut und Transparente an den Zäunen angebracht.

Die 27 Männer und 13 Frauen hatten Tische, Bänke, Lebensmittel und Kochgelegenheiten mitgebracht sowie Material zum Herstellen von Transparenten.

Da der Grundstückseigentümer Strafantrag wegen Hausfriedensbruchs stellte, leiteten Beamte der Bereitschaftspolizei zwischen 17 Uhr 30 und 18 Uhr 30 die Anwesenden vom Gelände, stellten die Personalien fest und erteilten Platzverweise. Im Nahbereich gab es noch weitere sieben Identitätsfeststellungen.

Der Einsatz verlief ruhig. Im Internet gab die Initiative Bambiland die „Aneignung der Brache in der Rigaer Straße 22 bekannt“.

„Die Brache ist in unserer Nachbarschaft und sollte als Erholungs- und Begegnungsort und zur Umsetzung eigener Ideen der AnwohnerInnen entwickelt und gestaltet werden.

Nachbarschaftsgarten, Abenteuerspielplatz, Bolzplatz, legale Graffitiflächen – viele Konzepte, die mit wenig Geld auskommen, wären hier möglich. Denn wenn Menschen etwas selbst gestalten dürfen, packen sie auch selbst an, bauen gemeinsam auf, kümmern sich um die entstandenen Projekte.“, heißt es auf der Internetsite.

Bereits gestern früh wurde festgestellt, dass unbekannte Täter im Morgengrauen am Gebäude der Vereinten Dienstleistungsgewerkschaft „ver.di“ im Bona-Peiser-Weg in Mitte mehrere Schriftzüge an die Wände geschmiert haben. Die Texte und Abkürzungen sind überwiegend gewerkschafts- oder polizeifeindlich.

In der Adalbertstraße in Mitte haben Unbekannte gestern früh zwischen 5 und 7 Uhr fünf Fahrzeuge mit Kratzern oder aufgekratzten Schriftzügen, die sich beispielsweise gegen Bonzen richten, beschädigt. Es handelt sich um zwei Mercedeslimousinen, zwei BMW 3er und einen Dodge.

Gestern Abend gegen 19 Uhr 30 hat ein Sicherheitsdienst-Mitarbeiter in der Warschauer Straße in Friedrichshain festgestellt, dass unbekannte Täter die Glastür zwischen dem Vorraum und dem EC-Automatenraum einer Sparkassenfiliale beschädigt haben. Ein Geldautomat war mit einem Schriftzug politischen Inhalts beschmiert worden.

Ein Mitarbeiter des Objektschutzes entdeckte gegen 20 Uhr in der Wolframstraße in Tempelhof am Gebäude der Bundesagentur für Arbeit eine Buchstabenschmiererei.

In der Liegnitzer Straße in Kreuzberg bemerkte eine Polizeistreife gegen 20 Uhr 15 an einem Gebäude mit Loftwohnungen Sprünge in den gläsernen Haustüren.

Unbekannte Täter setzten gegen 20 Uhr 45 in der Händelallee in Mitte einen Pkw der Marke Citroen mit französischem Kennzeichen in Brand. Die Feuerwehr löschte. Verletzt wurde niemand.

Links:

bambiland.blogsport.de

Polizeiliche Maßnahmen wegen offenbar politisch motivierter Taten

Quelle: http://www.berlin.de/polizei/presse-fahndung/archiv/129464/index.html

Polizei Berlin

Pressemeldung
Eingabe: 07.06.2009 – 13:45 Uhr
Polizeiliche Maßnahmen wegen offenbar politisch motivierter Taten

# 1634

Die Polizei ist gestern und in der vergangenen Nacht zu mehreren Vorfällen gerufen worden, die offenbar politisch motiviert waren.

Im Laufe des Nachmittags hatten sich 40 Personen unberechtigt auf einem umzäunten Gelände in der Rigaer Straße in Friedrichshain niedergelassen, vier Zelte aufgebaut und Transparente an den Zäunen angebracht. Die 27 Männer und 13 Frauen hatten Tische, Bänke, Lebensmittel und Kochgelegenheiten mitgebracht sowie Material zum Herstellen von Transparenten. Da der Grundstückseigentümer Strafantrag wegen Hausfriedensbruchs stellte, leiteten Beamte der Bereitschaftspolizei zwischen 17 Uhr 30 und 18 Uhr 30 die Anwesenden vom Gelände, stellten die Personalien fest und erteilten Platzverweise. Im Nahbereich gab es noch weitere sieben Identitätsfeststellungen. Der Einsatz verlief ruhig.

Bereits gestern früh wurde festgestellt, dass unbekannte Täter im Morgengrauen am Gebäude der Vereinten Dienstleistungsgewerkschaft „ver.di“ im Bona-Peiser-Weg in Mitte mehrere Schriftzüge an die Wände geschmiert haben. Die Texte und Abkürzungen sind überwiegend gewerkschafts- oder polizeifeindlich.

In der Adalbertstraße in Mitte haben Unbekannte gestern früh zwischen 5 und 7 Uhr fünf Fahrzeuge mit Kratzern oder aufgekratzten Schriftzügen, die sich beispielsweise gegen „Bonzen“ richten, beschädigt. Es handelt sich um zwei „Mercedes“, zwei „3-er BMW“ und einen „Dodge“.

Gestern Abend gegen 19 Uhr 30 hat ein Sicherheitsdienst-Mitarbeiter in der Warschauer Straße in Friedrichshain festgestellt, dass unbekannte Täter die Glastür zwischen dem Vorraum und dem EC-Automatenraum einer Sparkassenfiliale beschädigt haben. Ein Geldautomat war mit einem Schriftzug politischen Inhalts beschmiert worden.

Ein Mitarbeiter des Objektschutzes entdeckte gegen 20 Uhr in der Wolframstraße in Tempelhof am Gebäude der Bundesagentur für Arbeit eine Buchstabenschmiererei.

In der Liegnitzer Straße in Kreuzberg bemerkte eine Polizeistreife gegen 20 Uhr 15 an einem Gebäude mit Loftwohnungen Sprünge in den gläsernen Haustüren.

Unbekannte Täter setzten gegen 20 Uhr 45 in der Händelallee in Mitte einen Pkw „Citroen“ mit französischem Kennzeichen in Brand. Die Feuerwehr löschte. Verletzt wurde niemand.

Besetzen und räumen Linke Actionweek – hält die Polizei auf Trab

Quelle: http://www.taz.de/regional/berlin/aktuell/artikel/?dig=2009%2F06%2F08%2Fa0121&cHash=0bc05c389b

Zahlreiche zerkratzte Autos, brennende Fahrzeuge und eine Platzbesetzung haben am Wochenende die Polizei beschäftigt. Die Vorfälle stünden offenbar im Zusammenhang mit den Autonomen Aktionswochen, die derzeit in Berlin laufen, sagte ein Polizeisprecher. Die Actionweek hatte am Samstag mit einer Demonstration in Potsdam begonnen. Dabei hatten mehr als 1.000 Menschen für „Freiräume statt Preußenträume“ protestiert. Parallel dazu wurde eine Brache an der Rigaer Straße in Friedrichshain von der Initiative „Bambiland“ mit Zelten und DJ-Set besetzt. Das Grundstück solle in einen Erholungs- und Begegnungsort umgewandelt werden, hieß es in einer Mitteilung. Die Polizei erteilte noch am selben Tag 40 Personen, die sie auf dem Gelände mit Transparenten, Tischen, Bänke, Lebensmittel und Kochutensilien antraf, Platzverweise. Der Einsatz verlief laut Polizeiangaben ruhig. Mit politischen Parolen wurden die Gebäude der Gewerkschaft Ver.di in Mitte und der Bundesagentur für Arbeit in Tempelhof verziert. Schließlich entdeckte eine Streife in Kreuzberg Sprünge in den gläsernen Haustüren eines Loftgebäudes. (dpa, taz)

Bewegungschor 4 – Die Räumung

Erste Fotos vom Bambiland








Kinderfest im Bambiland – Erziehung verboten

Am Sonntag von 12:00 bis 18:00 Uhr, feiern wir mit euch, den jüngsten Kiezbewohnern Friedrichhains, ein Fest im Bambiland. Das ist ein neuer und riesiger Garten in der Rigaer Str. 22.

bambiland

Es gibt allerhand zu bestaunen, aber zusehen alleine gilt nicht: Mitmachen ist angesagt zum Beispiel beim Clownsworkshop… aber zuerst kommt das Kinderschminken . Bringt bitte Stoffreste mit, denn dein Clown versteckt sich hinter deinem Alltagsgesicht und das musst du erst abwischen ;)

Du darfst laut sein, wenn “Frank der Trommler” dir sein Instrument überreicht. Gemeinsam erkunden wir die Welt des Trommelklangs… voller Geheimnisse.

Entweder träumen oder tanzen? Nein! Du musst dich nicht entscheiden! Du kannst beides und “Annelie Traumtänzerin”verrät dir wie…

Um 16:00 Uhr beginnt das Abenteuer: Schnitzeljagd nach Bambis verlorener Schatztruhe! Sie ist gefüllt ist mit Süßem, Saurem und einer riesigen Überraschung! Doch bevor du sie finden kannst, musst viele Abenteuer bestehen.

Diese Einladung gilt nur für dich. Aber wenn du möchtest darfst du deine Eltern mitbringen. Nur Erziehung ist während des Kinderfestes verboten.

Heute bestimmst du selbst!

Initiative “Bambiland” gibt die Aneignung der Brache in der Rigaer Str. 22 bekannt

Pressemitteilung

Die Brache ist in unserer Nachbarschaft und sollte als Erholungs- und Begegnungsort und zur Umsetzung eigener Ideen der AnwohnerInnen entwickelt und gestaltet werden. Nachbarschaftsgarten, Abenteuerspielplatz, Bolzplatz, legale Graffitiflächen – viele Konzepte, die mit wenig Geld auskommen, wären hier möglich. Denn wenn Menschen etwas selbst gestalten dürfen, packen sie auch selbst an, bauen gemeinsam auf, kümmern sich um die entstandenen Projekte.

Nun geht es darum, die EntscheidungsträgerInnen davon zu überzeugen, dass ein kiezverträgliches Konzept für eine Nutzung die bessere Lösung ist, als eine höchstens als Spekulationsobjekt verwendete Brache. In den Prozess der Konzepterarbeitung sind die BewohnerInnen Friedrichshains und speziell die NachbarInnen in den angrenzenden Straßen aktiv einzubeziehen.

Dabei müssen wir nicht sofort mit ausgefeilten Konzepten aufwarten. Wichtiger ist es einen Raum zu schaffen, in dem sich alle Menschen ernst genommen fühlen, sich über ihre Ideen austauschen und sie realisieren können.

Wir wollen nicht entwickelt werden, sondern uns und unsere Stadt selbstbestimmt entwickeln. Die schrittweise vorangehende Verdrängung einkommensschwacher Bevölkerungsteile aus einzelnen Stadtgebieten und Kiezen, die einen Aufwertungsprozess durchlaufen, soll aufgehalten werden. Mietsteigerungen, Luxussanierungen, Investitionsprojekte oder Überwachung sind einige Symptome einer solchen Entwicklung. Die drohende Folge dessen ist die soziale Spaltung der Stadt.

Das Ergebnis dieser sozialen Verdrängungs- und Aufwertungsprozesse, auch Gentrifizierung genannt, ist in Prenzlauer Berg zu besichtigen. In Friedrichshain sind sie in vollem Gange. Häuser werden erst leer gemietet und dann luxussaniert oder in Eigentumswohnungen umgewandelt. Diese Stadtentwicklungspolitik ist nicht nachhaltig und führt zur Verschärfung der sozialen Probleme Berlins!

Wir fordern:

Öffentliche nichtkommerzielle Nutzung des Geländes, um unkonventionellen Ideen, selbstorganisierten Projekten und kollektiven Prozessen Platz zu bieten.
Unser Zuhause ist nicht unser Bankkonto, sondern die Berliner Innenstadt!
Lasst uns gemeinsam kreativ sein!

Am So. den 07.06. sind alle jungen Bewohner Friedrichshains eingeladen zum ersten Kinderfest im Bambiland: Kinderschminken, Clowns, Trommelworkshop, Musik, eine Schnitzeljagd und viele Überraschungen!

Homepage: http://bambiland.blogsport.de
Email: bambiland206@googlemail.com

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